Chronische Bronchitis

Informationen für Betroffene und Angehörige

Therapie der chronischen Bronchitis

Als wichtigstes Gebot der Therapie einer chronischen Bronchitis gilt die unverzügliche Ausmerzung der auslösenden Faktoren. Bei den meisten erwachsenen Patienten, die an einer chronischen Bronchitis leiden, sind das Rauchen oder andere Luft-Schadstoffe für die Erkrankung verantwortlich. Bei Kindern sind es in der Regel vorangegangene Infektionen oder genetische Fehlbildungen, aber auch das passive „Mitrauchen“, die zur Entstehung einer chronischen Bronchitis führen. Auch bei der Therapie von Kindern mit einer chronischen Bronchitis gilt, die auslösenden Faktoren, sofern möglich, zu eliminieren. Liegen Infekte oder anderer Grunderkrankungen zugrunde, sollten diese auskuriert werden.

Danach erfolgt bei der Therapie der chronischen Bronchitis, wie bei Erwachsenen auch, die symptomatische Behandlung. Je nach Krankheitsstadium kommen hierfür unterschiedliche Medikamente zum Einsatz. Schleimlösende Mittel können den Krankheitsverlauf einer chronischen Bronchitis nicht beeinflussen, aber meist eine Linderung hervorrufen. Bei Atemnot kommen in der Regel bronchienerweiternde Mittel zum Einsatz. Bei weit fortgeschrittener chronischer Bronchitis, die bereits in die Folgeerkrankung der chronisch obstruktiven Bronchitis übergegangen ist, können als Therapiemaßnahmen Langzeit-Sauerstoffbeatmungen oder chirurgische Eingriffe bis hin zur Lungentransplantation nötig werden.

Unterstützende Therapiemaßnahmen bei chronischer Bronchitis

Ein sofortiger Rauchstopp und das Meiden sonstiger auslösender Faktoren sollte für Patienten, die an einer chronischen Bronchitis leiden, selbstverständlich sein. In manchen Fällen kann ein Umzug oder ein Arbeitsplatzwechsel sinnvoll sein, denn die auslösenden Faktoren können sich auch hinter häuslichen Allergenen (z. B. Schimmelpilz) oder schadstoffbelasteten Arbeitsplätzen verbergen.

Negative Auswirkungen auf eine chronische Bronchitis haben zudem Gewichtsprobleme. Sowohl Über- als auch Untergewicht sind nicht förderlich, es sollte also Normalgewicht angestrebt werden, ideal in Verbindung mit gut dosierter sportlicher Betätigung. So wird nicht nur das Allgemeinbefinden verbessert, sondern auch die Atemwege gefordert und gefördert. Ein Klimawechsel kann sich ebenfalls positiv auf eine chronische Bronchitis auswirken, etwa durch eine Kur in einer besonders schadstoffarmen Umgebung, zum Beispiel in den Bergen oder am Meer. In einigen Fällen übernimmt die Krankenkasse eventuell sogar die Kosten für den Kuraufenthalt.

Bei einer chronischen Bronchitis können Physiotherapie, Atemgymnastik, Klopfmassagen und Inhalationen mit Salzwasser unterstützend in der Therapie wirken. Bei Kindern können diese unterstützenden Therapiemaßnahmen ebenfalls hilfreich sein. Im Allgemeinen sollte bei Atemwegsinfekten ein Arzt aufgesucht werden, um daraus resultierende Folgeschäden nach Möglichkeit zu vermeiden.

Judith Schomaker

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